Dr. Agnes Heiss Fachärztin für Chirurgie Spezialistin
für Brustkrebs - Schilddrüse - Brustkrebsambulanz im Kaiserin-Elisabeth-Spital
Wien
Schilddrüse
Klinische Untersuchung
Diagnostik: Bestimmung Schilddrüsenwerte
(T4, TSH, TG, Calcitonin und Antikörper) weiters Ultraschall der Schilddrüse
und Szintigraphie.
Behandlung und Operationen
sämtlicher Schilddrüsenekrankungen.
Bei malignen Schliddrüsenerkrankungen
wird auch eine entsprechende onkologische Nachbetreuung angeboten.
Brustdrüsenerkrankungen
Klinische Untersuchung
Bildgebende Diagnostik
Gesamtes Spektrum der Mammachirurgie
Prä- und postoperative Chemotherapie
Mammakarzinom (Brustkrebs)
Verbreitung
Weltweit ist derzeit jede achte Frau betroffen. Besonders in den letzten
fünf Jahren zeigte sich generell ein Ansteigen dieser Erkrankung. Innerhalb
Europas besteht im Allgemeinen ein Nord-/Südgefälle. Die höchsten Inzidenzraten
beobachtet man in Holland, Dänemark, England und Schweden, die niedrigsten
in Griechenland und Finnland. In Österreich erkranken derzeit 4.000 Frauen
pro Jahr an Brustkrebs. Einige Zahlen zum Vergleich: 1980 erkrankten pro Jahr
2.608 Patienten, 1991 waren es 3.608 und 1993 4.498 Patienten. Diese Daten
weisen darauf hin, dass neben der genetischen Anlage, wie beim familiären
Brustkrebs, vor allem Umweltfaktoren und auch die Ernährung eine wesentliche
Rolle spielen.
Risikofaktoren für Brustkrebs
An erster Stelle steht das Alter. Die Wahrscheinlichkeit nimmt mit zunehmendem
Lebensalter zu und erreicht einen Gipfel in der 7. Dekade (also zwischen 70
und 80 Jahren). Insgesamt finden sich über 60% aller Mammakarzinome in einem
Alter über 60 Jahre.
Ein weiterer Faktor ist das Geschlecht. Lediglich 0,5-1% aller Erkankungsfälle
betreffen Männer.
Genetische Ursachen
5-7% der Mammakarzinome sind genetisch bedingt. Verantwortlich sind vor
allem das Chromosom 17 und 13. Außer einer Mutation besteht bei diesen Patientinnen
ein 85%iges Krebsrisiko, an einem Mammakarzinom bzw. zu 60% an einem Ovarialkarzinom
zu erkanken. Das Brustkrebsgen kann auch durch den Vater vererbt werden. Frauen,
deren Familienanamnese Brustkrebs enthält, haben natürlich ein erhöhtes Risiko,
an Brustkrebs zu erkanken. Das Risiko ist bei den Verwandten 2. Grades 1,5-fach,
bei Verwandten 1. Grades 2,5-fach erhöht.
Man unterschiedet endogene hormonelle Faktoren: Eine frühe Menache gilt
allgemein als Risikofaktor, hier ist das Risiko 4 mal so hoch wie bei Frauen,
die ein normales Menachenalter haben. Dann spielt natürlich das Alter zum
Zeitpunkt der ersten Geburt eine Rolle. Frauen, die bei der Erstgeburt über
35 Jahre alt sind, haben ein erhöhtes Risiko. Nulipara haben ebenso ein erhöhtes
Risiko und auch Frauen, die nach dem 55. Lebensjahr in die Menopause kommen.
Man nimmt an, dass also die späte Menopause belastet, insofern das Mammagewebe
mit zusätzlichen Ovulationszyklen.
Exogene hormonelle Faktoren
Zu diesem Thema gibt es widersprüchliche Studien. In letzter Zeit aber
häufen sich jene Studien, die beweisen, dass der Gebrauch von Östrogen zur
Therapie von menopausalen Symptomen zu einem Anstieg des Brustkrebsrisikos
führt. Das Risiko scheint darüber hinaus von der Dosierung abhängig zu sein.
Man weiß, daß heute Frauen, die länger als 10 Jahre die Kontzrazeptiva einnehmen,
ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen, an einem Mammakarzinom zu erkranken.
Ebenso weisen jene Frauen, die in der Menopause mehr als fünf Jahre ein Östrogenpräparat
genommen haben, ein erhöhtes Risiko auf.
Orale Kontrazeptiva
Bereits 1981 wird in einer Studie beschrieben, dass Patientinnen, die vor
dem 25. Lebensjahr über 10 Jahre Kontrazeptiva eingenommen haben, ein deutlich
erhöhtes Risiko zeigen. Das relative Risiko war nach Verwendung von einem
Jahr 1,3-fach so hoch, bei einer Verwendungszeit von über 6 Jahren 4,9-fach.
Diätetische Faktoren
Ein Zusammenhang zwischen pro Kopf-Verbrauch von Fett und Margarine und
dem Auftreten von Mammakarzinomen gilt als gesichert. In Ländern, wo der pro
Kopf-Verbrauch an Fett sehr hoch ist, ist auch die Mammakarzinomrate entsprechend
hoch. In Japan und Island ist in den letzten Jahren das Mammakarzinom angestiegen,
gleichzeitig auch mit dem Anstieg des Fettverbrauches. Erhärtet wird diese
Tatsache weiters durch die Beobachtung, dass Japanerinnen im Heimatland eine
geringe Mammakarzinomrate besitzen. Auswanderinnen in die USA haben in den
ersten Generationen eine annähernd gleich hohe Rate.
Alkoholkonsum
Alkoholgenuss scheint einen signifikanten Einfluss auf das Brustkrebsrisiko
zu haben. Jung berichtete 1989, dass sowohl das Alter als auch die Menge an
zugeführtem Alkohol das Risiko beinflussen. In einem Alter zwischen 18 und
35 Jahren betrug das relative Risiko je nach Alkoholgenuss zwischen 1,74 und
3,17% gegenüber Nichttrinkerinnen.
Es gibt noch viele andere Faktoren, die für die Entstehung des Mammakarzinoms
verantwortlich sind.
Brustkrebsambulanz im Kaiserin-Elisabeth-Spital